Archiv


5. Februar 2012

Was das Auge nicht sieht...

…lässt sich mit einer Kamera und ein bisschen Bildbearbeitung leicht sichtbar machen: Während die eisige Kälte eher nicht dazu einlädt, die Nächte draußen zu verbringen, ist für Sterne- und Planetengucker jetzt wieder Hochsaison. So habe ich mir die Tage wieder einmal den Mond vorgenommen. Die Aufnahme besteht aus 20 übereinander gelagerten Einzelbildern, bei denen anschließend die für das menschliche Auge nicht sichtbaren Farbinformationen, die in jedem Kamerabild schlummerten, per Bildbearbeitung verstärkt wurden. Damit wird die unterschiedliche Zusammensetzung der Mondoberfläche erst deutlich. Die bläulichen Bereiche sind im Gegensatz zu den rotbraunen Flächen reicher an Elementen wie Eisen, Titan oder Thorium.

Aufgenommen mit einer Canon 20D an einem 2032mm Celestron C8 Teleskop. Bild besteht aus 20 gestackten Einzelbildern.

14. Oktober 2011

Das neue iPhone 4S ist da!

Das neue iPhone 4GS ist da!

26. August 2011

Artikeldebatte im Netz: Die Vertreibung aus dem Paradies

Früher, da war das Internet noch in Ordnung. Man konnte stundenlang im Web surfen, ohne von Werbebannern und hinterlistigen Abofallen behelligt zu werden. Man konnte disktutieren, ohne Abmahnungen zu fürchten. Man tauschte Musik mit Freunden, ohne ein Sondereinsatzkommando der Polizei zum Frühstück zu begrüßen. Es gab auch keine Politiker, die glaubten, das Internet mit “Verhaltensregeln” (das nannten wir Netiquette), “Notrufknöpfen” (das nannten wir abuse-Mail) und sinnfreien Stoppschildern (das nannten wir dämlich) neu erfinden zu müssen. Damals hieß meine Webseite auch schlicht und einfach noch die Homepage. Irgendwann kam dann eine neue Software, die alles etwas einfacher machte. Fortan nannte ich mein digitales Tagebuch Blog, die Kurzform von Weblog. Das Webtagebuch. Das Blog.

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8. August 2011

Datenschutz vs. Schramm: Wider einer besseren Welt

Habe gerade von dem “Shitstorm” inklusive übelster Beleidigungen gelesen, den der jüngste Beitrag von Julia Schramm in der “Flaschenpost“, dem Nachrichtenblatt der Piratenpartei ausgelöst haben muss. Kurz vorweg: Ich bin weder in der Piratenpartei noch habe ich mich in der Vergangenheit übermäßig viel mit Julia Schramm beschäftigt. Ich habe nur soviel verstanden - zumindest glaube ich verstanden zu haben - dass Frau Schramm eine recht umtriebige Aktivistin ist, wenn es darum geht für eine Gesellschaft zu kämpfen, in der Datenschutz nicht mehr notwendig ist. Einfach weil die Gesellschaft so lieb und nett geworden ist, dass der Besitz von Daten über andere nicht mehr zum eigenen Vorteil verwendet wird.

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3. August 2011

Weiter gehts auf nachrichtenpolizei.de

Nein, ich höre hier nicht auf zu bloggen. Nur haben politische und mediale Themen auf meiner privaten Blogwiese einen so großen Teil eingenommen, dass es an der Zeit war, diesen Beiträgen eine eigene Heimat zu geben. Wieso Nachrichtenpolizei? Die Idee kam mir, nachdem mir ein Freund unter einen meiner Beitrage auf Facebook “Nachrichtenpolizei!” in die Kommentarspalte schrieb. Und da dieser Freund selbst Polizist ist, dachte ich mir, ach, wieso denn nicht? Fortan finden sich also die “kleinen & großen Sünden auf Presse & Politik” in meinem neuen Blog unter www.nachrichtenpolizei.de. Und Auf Twitter kann man dem natürlich auch folgen. Dort patroulliert der “@nachrichtencop“. (Das andere Wort war für Twitter einfach zu lang).

24. Juli 2011

Social Web ist keine Einbahnstraße

Feige ZeitungNachdem die Fuldaer Zeitung einen unsäglichen Kommentar zu dem Attentat in Oslo ihres Redakteurs Manfred Schermer wortlos aus dem Internet gelöscht hat, ist sie offenbar bemüht, sämtliche Spuren der Kritik aus ihrem Einflussbereich zu entfernen.

Kurze Erinnerung: Schermer lamentierte ohne Kenntnis der Faktenlage vom “feigen islamistischen Terrorpack” und warb für die Einschränkung unserer Freiheit, da sie nur so zu schützen sei. Ganz im Gegensatz zu Norwegens König Harald, der am Tag nach dem Anschlag betonte, dass Freiheit immer über Angst siegen müsse. weiter »

23. Juli 2011

Attentat von Oslo: Qualitätsjournalismus weggebombt

Auf dem Holzweg © Dennis KnakeAls mich gestern die Bilder aus Oslo erreichten, teilte ich meinen ersten Gedanken in der neuen Social Media Plattform Google+:  „Dieses Bild aus Oslo erinnert mich ein wenig an Oklahoma :-/“. Zu sehen war eine zerstörte Hochhausfront und unzähliger Schutt vor dem Gebäude.

Wie nah ich damit auch dem Hintergrund des Terroranschlags kam, war mir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bewusst. Wie wohl viele andere auch, hatte ich gleich Islamisten in Verdacht. Doch am Ende war der Vergleich mit Oklahoma viel zutreffender. Wie jetzt der Attentäter von Norwegen war es auch am 19. April 1995 kein böser Moslem, der die Bombe vor dem Murrah Fedaral Building in Oklahoma City zündete und damit 168 Menschen tötete, sondern ein rechtsradikaler Fanatiker.

Innerlich so voreilige Schlüsse zu ziehen ist eine Sache. Sie lassen sich im Stillen revidieren, überdenken. Doch wenn – wie gestern geschehen – Journalisten, Moderatoren und unzählige angebliche Terrorexperten schon kurz nach dem Anschlag ohne Kenntnis weiterer Fakten über dschihadistischen Terror schwadronieren und damit ein vorbestimmtes Weltbild in den Köpfen ihrer Zuschauer zementieren, hat das eine ganz andere Qualität.

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22. Juli 2011

Provinzposse Reloaded

Frei nach dem Motto “hat man keine Nachrichten, erfindet man sich welche”, wird nun eine jahrelange Provinzposse im ostfriesischen Emden aufgewärmt. Dort wettert seit Jahren ein FDP-Regionalpolitiker gegen die Sperrung eines Weges, der durch das Naturschutzgebiet “Petkumer Deichvorland” führt. In dem rund 200 Hektar großen Areal brüten und rasten alljährlich seltene Vogelarten. Die will man mit der Sperrung unbehelligt lassen. Nur in der Sommerzeit vom 15. Juli bis 30. September ist das Betreten für Fußgänger und Radfahrer erlaubt. Als ob gerade erst geschehen, präsentiert die Ostfriesen-Zeitung zu Beginn der diesjährigen Öffnungsperiode die Titelzeile “Wieder Streit um Teekabfuhrweg – Schmierereien an der Pforte”. Abgebildet wird ein Foto des Weges, auf dem Unbekannte einen Spruch an den Eingang gemalt haben. Dazu schreibt die Zeitung “Jetzt haben Unbekannte den Weg [...] beschmiert”.

Provinzposse Reloaded

In Ostfriesland ticken die Uhren eben etwas langsamer. Die OZ präsentiert ihren Lesern am 22. Juli 2011 eine mindestens vier Jahre alte "Malerei" als News. Ausschnitt: Ostfriesen-Zeitung

Auch der streitbare FDP-Politiker Erich Bolinius wird brandaktuell als “empört” über diese “Schmiererein” zitiert. Das Problem: Der Slogan steht seit mindestens drei Jahren in den Teer geschrieben. Auch Bolinius weiss das. Auf der Webseite des FDP-Kreisverbandes hatte er sich dazu bereits 2008 geäußert. Entweder spekuliert die Ostfriesen Zeitung mit der Vergesslichkeit ihrer Leser oder sie ist selbst vergesslich und tischt olle Kamellen als neuen Streit auf. Passt ja grad auch so schön ins ostfriesische Sommerloch, denn um das Naturschutzgebiet zankt man sich dort schon seit Jahren. Oft geraten dabei auch die Verfechter des Schutzgebietes in die Schusslinie. So wurden bereits öfter Zäune zerstört, Schilder beschossen und auch Autos von Naturschützern zerkratzt.